Zusammenfassung Frauen-WM in Jeju 2014

Bei der Frauen-WM in Jeju feierte Irlands Nationalheldin Katie Taylor nach dem Gewinn bei Olympia 2012 einen weitere Triumpf. Sie erkämpfte sich den WM-Titel bereits zum fünften Mal in Folge. Dies gelang bisher nur der Inderin Mary Kom, die diesmal jedoch nicht am Start war.

 

Führende Nation bleibt Russland mit 3x Gold, 1x Silber und 1x Bronze, gefolgt von USA mit 2x Gold, 1x Bronze. Die weiteren Goldmedaillen gingen an China, Kasachstn, Bulgarien, Irland und Panama.

 

Das achtköpfige Team des DBV hatte sich in China, Russland und Korea intensiv auf  die WM vorbereitet. Umso größer die Enttäuschung, dass sie allesamt im 1/16- bzw. 1/8-Finale ausgeschieden sind. Es gilt aber festzuhalten, dass Azize Nimani und Nina Meinke den späteren Weltmeisterinnen unterlagen. Tasheena Bugar immerhin der Silbermedaillengewinnerin.

 

Die Boxwelt der Frauen ist näher zusammengerückt. Nur Katie Taylor (60 kg), Anastasia Beliakova (64 kg),  Claressa Shields (75 kg) und Xiaoli Yang (81 kg) kamen auf ihrem Weg zum Titel mit einstimmigen Urteilen durch. Die übrigen sechs WM hatten teilweise mehrfach 2:1 bzw. 2:0 Entscheidungen zu überstehen!!!

 

Wobei wir bei den Kampfrichtern wären. Über die Runden gingen

10 Finalkämpfe =  6x einstimmig, 4x gab es 2:1 oder 2:0

19  Halbfinale     =  9x einstimmig, 10x gab es 2:1 oder 2:0 

38 Viertelfinale   = 25x einstimmig, 13x2 gab es 2:1 oder 2:0

(Hinweis: Bei 2:0 hatte der 3. PR auf Unentschiede plädiert)

 

Qualität sieht anders aus. Eine derart hohe Split-Quote darf sich die AIBA nicht leisten.

Dabei könnte man die Fehlurteilgefahr eindämmen, indem man alle fünf eingesetze Punkrichter in die Wertung aufnimmt und nicht nur drei davon. So kann sich z.B. manches 2:1 durch ein 4:1 bestätigen. Ich hoffe, dass die AIBA lernfähig ist.